Frei schwimmen im September

IMG_7941Hey Du,

hinter mir liegt ein wundervolles Wochenende und ich möchte Dir gerne davon berichten.

Ich fuhr am Freitagnachmittag mit meiner gesamten Familie an einen Stausee in Thüringen.

An diesem waren wir diesen Sommer öfter. Mal an der einen, mal an der anderen Stelle. Für einen Tagesausflug zum Baden aber auch für ein Wochenende zum Campen.

Es wird für dieses Jahr vermutlich die letzte Fahrt mit unserem Mowag gewesen sein und ich genoss sie mit der gesamten Familie, also inklusive meiner beiden Stiefkinder, die nicht permanent bei uns sind.

Wir grillten und machten Lagerfeuer. Die Kinder und mein Mann waren fleißig im Wasser, das schon ziemlich kühl war. Ich bewegte mich lieber mit dem Paddelboot auf dem Wasser oder vertiefte mich in ein Buch. 

Vor einigen Wochen begann ich mit Yoga und intensivem Meditieren. Auch dafür nahm ich mir enorm viel Zeit, was mich stolz macht. 

Denn noch vor ein paar Monaten wäre ich permanent damit beschäftigt gewesen aufzuräumen, Essen vorzubereiten oder Wäsche aufzuhängen und hätte mir keine Minute für mich genommen.

Yoga an der frischen Luft, im Sonnenschein… das tat mir körperlich und geistig unheimlich gut.

Mein Highlight aber war der Sonntagmorgen. Es war etwa 9 Uhr, die anderen waren noch im Halbschlaf. Ich kletterte zum Ufer hinunter. Eigentlich um Wasser zum Waschen und Spülen zu holen.

Der See lag ruhig vor mir. Kein Boot oder Angler war zu sehen. Das Wasser unheimlich klar und warm.

Das alleine war schon ein kostbarer Moment. Aber in mir kam dieses Bedürfnis auf…

Ich stieg nochmal hinauf, stellte meinen Wasserkanister ab und schnappte mir ein Handtuch ehe ich zu viel darüber nachdenken konnte was ich da gerade machte.

Wieder unten angekommen zog ich mich zügig aus, lief genauso zügig ins Wasser hinein und schwamm los.

Das Wasser war plötzlich saukalt, jetzt wo ich mit dem ganzen Körper drin war und nicht nur mit den Fingern. Aber das positive Gefühl war überragend.

Ich schwamm, Anfang September wohlgemerkt, nackt und ganz alleine in diesem schönen See. Die Sonne strahlte mit mir um die Wette.

Wieder an Land wickelte ich mich schnell in mein Handtuch und war unheimlich stolz und glücklich darüber meine Komfortzone verlassen und diese Erfahrung gemacht zu haben.

Es folgte noch eine Runde Yoga, wir frühstückten und packten dann langsam und gemütlich alles zusammen um uns auf den Heimweg zu machen…

Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche, viel Sonne und vielleicht ja auch einen tollen Moment außerhalb der Komfortzone.

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