Die Anfänge

Hey ich grüße Dich,

in den nächsten Beiträgen möchte ich Dir gerne von unserem Mowag berichten. Auf meiner alten Website lies ich meine Leser bei jedem Schritt teilhaben, inzwischen ist unser Fernreisemobil „fertig ausgebaut“ und wir nehmen nur noch Verbesserungen vor oder reparieren was kaputt geht.

Der Mowag ist ein echter Oldtimer. Im Jahr 1964 für die schweizer Armee gebaut, diente er als Funkbus. Heute darf er mit uns die Welt entdecken.

Ich lag meinem Mann schon sehr lange in den Ohren er solle sich ein Hobby suchen. Etwas das er nur für sich macht und ihm Freude bereitet. Schrauben macht ihm Spaß. Also gut… irgendwas zum Schrauben sollte her. 

Im Mai 2017, nach einigen Wochen umhören, war es dann soweit. Der Mowag kam bei uns an und mein Mann machte sich direkt ans Werk.

Er entkernte ihn komplett, anschließend wurde das gesamte Fahrzeug frisch lackiert. Auch an den Einbau machte er sich, bis das Vorhaben einschlief.

Ein paar Monate stand Manni unangerührt im Hof bis wir ihn im März 2018 brachial weckten.

Innerhalb von etwa zwei Monaten rissen wir den Innenausbau nochmal komplett raus und bauten neu.

Was ursprünglich „sein“ Projekt war, wurde „unseres“ und mit ganz viel Teamarbeit, Fluchen und Tränen schafften wir richtig viel.

Ende Mai 2018 dann der große Tag. Der Termin beim TÜV stand auf dem Programm.

Die Räubertochter wurde in den Kindergarten gebracht und wir sorgten schon dort für Aufsehen. Danach ging es weiter zum TÜV.

Mein Mann war sehr nervös und angespannt während ich immer gelassener wurde. Tief in mir drin war diese unerklärliche Gewissheit das wir alles richtig gemacht haben und alles klappen würde.

Weil der Mowag zum ersten Mal in Deutschland zugelassen werden sollte, hatten wir schon vorab einen Termin ausmachen müssen. Der Leiter der TÜV Stelle kümmerte sich persönlich um uns und war hellauf begeistert als er Manni sah.

„Soll ich ihn in die Halle fahren?“, fragte mein Mann. „Neee den muss ich selber fahren!“, strahlte er.

Wir verbrachten gefühlt den gesamten Vormittag dort obwohl wir doch schon morgens einen Termin hatten. Es wurde telefoniert, rumgefragt, gesucht, geschraubt… so ein Mowag ist halt doch eher ungewöhnlich.

Mein Mann hatte die Scheinwerfer frei Schnauze aber auf Anhieb richtig eingestellt. Die Bremsen quietschen extrem, brachten aber auf beiden Seiten exakt das selbe Ergebnis und der Prüfer strahlte noch mehr.

Letztendlich verließen wir die Prüfstelle mit dem Ergebnis: Ohne Mängel, sechs eingetragene Sitzplätze und H-Kennzeichen.

Mehr als wir uns erhofft hatten. Wir waren unendlich stolz und bei mir kullerten auf der Heimfahrt sogar ein paar Tränen.

Wie es weiter ging erzähle ich Dir bald 😉

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