So sieht Manni von innen aus

Halli hallo,

heute nehme ich Dich mit in unseren Mowag. Ich zeige Dir Fotos unseres Innenausbaus zum Zeitpunkt der Zulassung. Inzwischen haben sich ein paar Dinge geändert, die ich aber gerne erkläre. Los gehts.

Steigen wir zur Hintertür ein, treten wir auf einen gemütlichen Teppichboden, der vom Nachbarn spendiert wurde. Ich schnitt ihn (den Teppich, nicht den Nachbarn) in mühseliger Arbeit zu und wir fixierten ihn mit Aluleisten. Auf der unteren Stufe gaben wir uns mit Schrauben zufrieden. 

Unser Tisch ist eine schlichte Spanplatte mit Klebefolie darüber. Inzwischen kam noch eine Wachstuchtischdecke drüber. Die Platte liegt auf zwei Seilen auf, die an Haken in der Decke befestigt sind. Brauchen wir ihn nicht bzw wollen unser Bett bauen, nehmen wir einfach die Platte herunter und hängen die Seile an einem weiteren Haken in der Decke ein. So sind sie nicht im Weg. Ein schwingender Tisch ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wir brauchen ihn ja aber nur bei Regenwetter.

Richtung Fahrerraum befindet sich eine Sitzbank, in der unsere Elektrik verbaut ist und viel Stauraum zur Verfügung steht. Im Fach ganz links sind zwei Autobatterien verstaut, vorne an der Bank haben wir zwei „Zigarettensteckdosen“ zum Handy und Kamera laden. Das Fach ganz rechts kann man super bequem auch von außen erreichen, deswegen finden hier meist unsere Kosmetikutensilien Platz.

Damit wir uns, auf der Bank sitzend, auch anlehnen können und nicht ins Fahrerhaus purzeln, haben wir zwei Kleiderstangen angebracht. Diese werden einfach eingesteckt und können zum Schlafen für mehr Bein- oder Kopffreiheit rausgenommen werden.

Oberhalb dieser Kleiderstangen hängt ein Vorhang den wir zum Schlafen runterlassen. Vorne an der Bank befinden sich neben den Steckdosen Halterungen für Alustangen. Dazu gleich mehr. Mein Mann verbaute außerdem noch zwei Lampen, eine hängt im vorderen Teil des Wagens, die zweite über dem Bett im hinteren Teil.

Jetzt gehts in den hinteren Teil des Wagens. Auf diesen Fotos habe ich den Tisch abgehängt und in den Fußraum gelegt, die Seile hängen an der Decke. In der zweiten Sitzbank haben wir die schon erwähnten Alustangen und ein kleines Holzbrett untergebracht. Beides brauchen wir zum Bauen unseres Bettes. Außerdem waren hier, zum Zeitpunkt der Zulassung, vier kleine Plastikboxen unterbracht, in denen wir die Erdhaken für unser Vorzelt, Windlichter, Streichhölzer, Geschirr, Besteck und anderen Kram verstaut haben. Eine größere Plastikbox war für Laptop, Kamera und anderen technischen Kram reserviert. In der Praxis stellte ich aber fest das es so sehr unpraktisch ist.

Oberhalb der Sitzbank befindet sich das Bett der Räubertochter. Im „Bettkasten“ befindet sich unser Kühlschrank, unter dem nochmal eine kleine Plastikbox für Werkzeug Platz findet. Unser Kühlschrank kann mit Strom aber auch mit Gas betrieben werden. In der Mitte der „Truhe“ sind Campingtisch, Campingstühle und inzwischen auch Grillrost und Feuerschale untergebracht. Ganz links kamen unsere Spülwanne, Tücher, Schwämme, Geschirrtücher unter. Inzwischen ist es etwas anders eingeräumt. Auch dieses Fach ist praktischerweise von außen zugänglich. Die weiße True-Fruits Smoothie Flasche beinhaltet unser Spülmittel und diente außerdem dazu die Klappe oben zu halten wenn man ein- und ausladen wollte. Außerdem klemmten wir sie gerne dort rein damit unser Kühlschrank mehr Luft bekommt. Auch das haben wir inzwischen anders gelöst.

Hier siehst Du wie unser Bett entsteht. Die schon erwähnten Alustangen stecken wir rechts und links in die Halterungen ein. Darauf legen wir unsere Tischplatte sowie eine weitere kleine Holzplatte. Die Rückenpolster der Sitzbänke werden darauf gelegt und schon haben wir ein etwa 190×170 großes Bett. Den Platz darunter nutzen wir um abends unsere Lebensmittel und anderen „rumliegenden“ Kram zu verstauen.

Im „Kofferraum“ fand unser Campingkocher Platz. Das Fach links davon nutzten wir für Feuerholz und Grillrost. Das alles befindet sich inzwischen im Innenraum und der Kofferraum wurde zum Kleiderschrank umfunktioniert. Der „schweizer Käse“ dient der Belüftung unserer Kühlbox.
Im großen Fach darunter kam später ein 240 Liter Tank unter.

Auf dem Dach befand sich unser Ersatzrad. Zwischenzeitlich war es hinten an der Heckklappe um nun doch wieder oben mitzufahren. Außerdem standen auf dem Dach fünf 20 Liter Kanister die mithilfe eines Gartenschlauchs als Dusche dienten. Auch hier haben wir unsere Erfahrungen gemacht und die Kanister stehen inzwischen nicht mehr auf dem Dach (das deswegen zu rosten begann) sondern sind im Innenraum untergebracht. Bei Ankunft nehmen wir nun einen Kanister raus und stellen ihn auf unsere Stoßstange. Dieser Handgriff ist uns lieber als ein verrostetes Dach.

Hinter dieser unscheinbaren Außenklappe befindet sich das Stromkabel des Kühlschranks. Die Klappe lässt sich simpel mit einem Schraubendreher aufmachen, dahinter dient die Hülle eines ausrangierten Verbandskastens als Regenschutz. Ich bin ein Fan von diesem Low-Budget-Kram! 😉

Einen Teil der Motorabdeckung musste mein Mann neu bauen. Er besorgte sich ein Blech, bog es passend zurecht und schraubte es fest.
Durch die große Außenklappe an der Seite erreicht man zwei Gasflaschen mit denen wir Kühlschrank und Gaskocher betreiben. Zum Zeitpunkt des Fotos fanden hier auch noch die Spülschüssel und das Verlängerungskabel für den Kühlschrank Platz. Inzwischen dient es als „Küche“. Hier bringe ich also Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen unter.

Zum Schluss noch ein paar Detailaufnahmen von vorne. Die Funknummer durfte bleiben, die Scheibenwischer wurden erneuert. Beim Erneuern der Dichtungsgummis sind wir verzweifelt, schafften es dann aber im 22158785ten Anlauf 😉
Mein Mann sagte mir das der Schriftzug im Original rot gestrichen war. Das möchte ich gerne noch nachholen.
Die Scheinwerfer bekamen neue Birnen, ein paar Kabel mussten erneuert werden und mein Mann stellte sie nach Augenmaß ein. Der TÜV Prüfer hatte, wie schon beschrieben, nichts zu beanstanden.

Insgesamt war das alles, zumindest in der Theorie, prima durchdacht. Bei den ersten Fahrten merkte ich aber schnell das ich einige Sachen anders haben möchte.

Learning by doing!

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