Akku laden

Guten Morgen… oder Mahlzeit,

heute Morgen brachte ich die Räubertochter in den Kindergarten und traf auf eine andere Mama, die ich schon eine Weile nicht mehr gesehen hatte. Ich fragte wie es ihr denn geht. Nicht aus Höflichkeit sondern aus ehrlichem Interesse.

Sie schüttelte den Kopf und ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Ich bat sie einen Moment draußen zu warten bis ich mich von der Lütten verabschiedet hatte. Draußen dann nahm ich sie in den Arm und fragte was los ist.

„Ich wollte auf den Wochenmarkt fahren.“, sagte sie zu mir als die Tränen nachgelassen hatten. „Wollen wir zusammen fahren?“, fragte ich sie.

Es folgte ein sehr spontaner, kleiner Ausflug zum Markt. Sie erzählte ein bisschen von dem was sie beschäftigt, ich hörte zu und konnte einiges gut nachempfinden. 

Wie geht es beruflich weiter? Warum ist mein Kind gerade so schwierig, so gemein zu mir? Ich komme mit Allem nicht hinterher und immer will jemand was von mir.

Gedanken, die auch ich oft hatte, selten immer noch habe. Statt die Probleme auseinander zu nehmen animierte ich sie dazu sich Zeit für sich zu nehmen, den „Akku“ wieder aufzuladen und die schönen Dinge des Alltags zu entdecken. Klare Entscheidungen zu treffen was oder wer gerade Priorität für sie hat. Und ich sagte ihr das sie liebevoll, geduldig mit ihren Kindern umgehen kann wenn sie auch sich selbst liebevoll behandelt.

Noch ein paar Tränen flossen… aber dann entschied sie nach Hause zu fahren, sich ein leckeres Frühstück zu machen und sich mit einem Buch in die Sonne zu setzen. Sie verabschiedete sich und schenkte mir ein wundervolles „Dankeschön“ das mein Herz berührte.

Auch ich fuhr nach Hause, telefonierte kurz mit meinem Mann und wollte mich dann an den Haushalt machen… bis ein Gedanke kam.

einwundervollermorgenWow das war toll. Wertvoll. Ich konnte ihr etwas Gutes tun. Aber es kostete auch etwas Energie. Ich kümmere mich jetzt erstmal um meinen eigenen „Akku“ 😉

Im Sonnenschein, auf der Terrasse (was ist da eigentlich los das ich in diesem Outfit im Oktober auf der Terrasse sitze?!) machte ich Yoga und meditierte. Nun sitze ich hier und halte diesen Moment schriftlich fest bevor ich wieder zum Kindergarten aufbreche.

Hab ich heute was „geschafft“? Haushalt, Wäsche oder dergleichen? Nö. Ist das wichtig? Nein keinesfalls. Abwasch und Schmutzwäsche sind geduldig und den „Erfolg“ den ich heute Morgen schon hatte ist für mich viel mehr wert als ein blitzblanker Haushalt.

Namaste

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