Die Wechselatmung und ich

diewechselatmungundichHey guten Morgen, heute möchte ich Dir von meiner persönlichen Beziehung zur Wechselatmung erzählen. Wir sind nämlich erst vor ein paar Tagen richtig gute Freunde geworden.

Die Wechselatmung lernte ich im Yogakurs kennen, wo wir sie halt mal ausprobierten. „Aha“, dachte ich mir und vergas sie gleich wieder. Der Nutzen erschloss sich mir einfach nicht.

Jetzt in der Ausbildung gehört sie aber zum „Pflichtprogramm“.

Damit Du weißt, wovon ich überhaupt rede, möchte ich Dir grob erklären wie sie funktioniert: Bei der Wechselatmung verschließe ich zunächst das rechte Nasenloch mit dem Daumen der rechten Hand. Ich atme durch das linke Nasenloch ein, verschließe beide Nasenlöcher mit Daumen und Ringfinger, halte die Luft an, öffne das rechte Nasenloch und atme durch dieses wieder vollständig aus. Rechts einatmen, beide verschließen, links öffnen und ausatmen… und so weiter.

Die Wechselatmung kann man in verschiedenen Verhältnissen praktizieren, mit bestimmten Mudras (Handgesten) und auch die Anzahl der Runden kann man variieren, was hier nun aber erstmal keine Rolle spielen soll.

Auf der körperlichen Ebene hilft das Praktizieren die Lungenkapazität zu erhöhen und die Atmung unter Kontrolle zu bringen. Herz und Kreislauf werden trainiert. Die Nasendurchgänge werden geöffnet. Wechselatmung ist super gegen Allergien, Heuschnupfen und Asthma und beugt Erkältungskrankheiten vor. Geistig wird die Konzentrationsfähigkeit gefördert. Außerdem hilft Wechselatmung, zur inneren Ruhe und Kraft zu finden. Bist Du emotional aufgewühlt, kann sie Dich beruhigen und das Gefühl der Stärke und Kraft tritt hervor.

„Ist ja alles schön und gut… aber ich ersticke gleich!“

Die ersten Male waren richtig hart für mich. Ich schweifte mit meinen Gedanken permanent ab, konnte mich  nicht auf das konzentrieren, was ich ja eigentlich gerade tat und irgendwann schrie eine Stimme in meinem Kopf, dass ich hierbei bestimmt gleich sterben würde! Mein Geist war so gar nicht einverstanden mit der Wechselatmung 😉

Dennoch traute ich mich zuhause zu üben. Langsam, achtsam, in meinem eigenem Tempo. Ich zwang mich nicht krampfhaft zum langen Anhalten der Luft oder dem Ausatmen von Luft, die gar nicht mehr vorhanden war sondern machte einfach mal so für mich. Ganz entspannt. Im Fluss. Und siehe da: Es klappte gleich besser.

Den entscheidenden Impuls gab mir aber eine Mitschülerin (unwissentlich) am vergangenen Ausbildungsabend. Sie hatte Schwierigkeiten beim Meditieren zuhause und fragte was sie machen könnte. „Wechselatmung, Wechselatmung und nochmal Wechselatmung. Und erst danach meditieren.“, sagte unser Leiter sinngemäß.

Da mir meine Meditationspraxis hin und wieder auch ein bisschen schwer fällt, beschloss ich also einfach mal zu Atmen bevor ich mich ans Meditieren mache.

Heureka. Der hat tatsächlich Recht! 😀

Plötzlich ist alles frei. Nase, Stirn, Kopf, Geist. Ein paar Runden Wechselatmung und irgendwie scheinen alle Autobahnen vom Stau befreit. Plötzlich gelingt es mir ein paar Minuten „in der Stille“ zu meditieren- also ohne Anleitung oder Führung. Wo sonst sehr schnell wieder Gedanken aufploppten ist nun…. nichts. Außer die Stille, Ruhe und Gelassenheit.

Einfach wunderschön. Die Wechselatmung und ich mögen uns jetzt. Namasté.

PS: Hast Du Lust bekommen diese Atemtechnik auch mal auszuprobieren? Dann hab ich hier eine schöne Anleitung von Mady Morrison für Dich (wie immer: freiwillige und unbezahlte Werbung): klick!

4 Antworten auf “Die Wechselatmung und ich”

  1. Meine liebste Viola, es ist an der Zeit Dir mal wieder einen Kommentar zu hinterlassen. Danke für den tollen Tipp. Seit ein paar Tagen mache ich auch morgens vor der Arbeit eine kleine Yoga Einheit zum aufwachen. (Auch nach Mady Morrison 🙈 ich finde sie super) jedesmal wenn ich in den herabschauenden Hund mache läuft meine Nase. 😂 vielleicht sollte ich es auch mal mit der Wechselatmung versuchen bevor ich mit der Übung beginne.

    Liebe Grüße auch von meinem Mann und hab einen wunderschönen Tag.

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    1. Hi liebe Jacks. Ich finde es großartig, dass Du Dich dran versuchst. Das die Nase läuft ist nichts ungewöhnliches. Mir wurde mal erklärt, dass es vielen Sportlern so geht. Ich hab aber, muss ich gestehen, wieder vergessen womit das zusammenhängt 😉
      Liebe Grüße an Euch 💕

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    1. Berichte mir dann gerne wie es Dir ergangen ist. Ich hab heute Morgen ein paar Runden mehr gebraucht um zur Ruhe zu finden, die Meditation klappte dann aber prima 🙂
      Hab einen wunderbaren Tag! 💕

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