Saisonstart im Offroadpark

saisonstartimoffroadpark.jpgUnsere Campingsaison ist seit dem 9. Mai eröffnet. Juhu! Zum Start ging es aufs Kastenwagentreffen im Offroadpark Bayern. Etwa 20 Autos, 40 verrückte Leute und eine gebrochene Steckachse. Hier der Logbucheintrag:

Donnerstag: Wir können es nicht erwarten und fahren entgegen der Planung schon am späten Donnerstagnachmittag statt am Freitagmorgen los. Die Räubertochter wird nach einer Stunde Fahrtzeit bei Oma und Opa abgeliefert (Zeit als Paar <3) und freut sich hier zu sein. Keine Tränen, kein Trennungsschmerz. Ich bin erleichtert. Mein Mann und ich steigen zügig wieder in den „Kübel“ ein und steuern die nächste Tankstelle an, bevor es auf die Autobahn geht. Nach einiger Zeit bemerke ich, dass meine Anspannung, die ich vorher gar nicht so recht wahrgenommen habe, abfällt. Der Mowag läuft super, mein Mann ist glücklich. In mir kehrt Ruhe ein. Wir halten noch ein paar Mal um zu überprüfen ob wirklich alles in Ordnung ist, der Mowag kein Öl verliert oder dergleichen, bevor wir uns ein Plätzchen zum Übernachten suchen. Nur etwa eine halbe Stunde vom Offroadpark entfernt verbringen wir die erste Nacht im selbstgebautem Aufstelldach. Wir freuen uns, dass wir so weit gekommen sind und die Fahrt so gut lief. Ein bisschen ungewohnt ist es im Zelt, trotzdem schlafe ich gut ein.

Freitagmorgen: Die Gewohnheit lässt uns um 7 Uhr wach werden. Trotzdem bleiben wir noch ein bisschen im Zelt und lassen uns Zeit zum Wachwerden. Zähne putzen unter freiem Himmel mit eiskaltem Wasser aus dem Kanister. Ein bisschen vermisst hab ich das schon 😉 Wir klappen das Zelt ein und fahren ein paar Meter weiter zu einem Picknickplatz. Hier gibt es ein ausgedehntes Frühstück und frisch gekochten Tee. Die letzte halbe Stunde zum Offroadpark verläuft ebenfalls ohne Sorgen.

Freitagvormittag: Erster! Wir begrüßen den Betreiber des Offroadparks (wuuuuhuuu Prominenz), erledigen das Organisatorische und drehen erstmal eine Runde im Park. Anschließend sitzen wir gemütlich zusammen und quatschen fröhlich.

Freitagnachmittag: Wir beziehen das Fahrerlager auf der anderen Seite der Straße. Ich gönne mir ein bisschen Yogapraxis und mein Mann und ich kochen lecker Nudeln mit Tomatensoße. Der Kindergarten hat heute „Waldtag“ und viele kleine Strolche wuseln noch auf dem Platz umher. Am späten Nachmittag, nachdem der Kindergarten verschwunden ist, suchen wir uns ein schöneres Plätzchen unter den Bäumen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass ein Platz nahe der Feuerstelle eher nichts für uns ist (Lautstärke am Abend)- wir halten deswegen ein bisschen Abstand. Einer der Organisatoren des Treffens kommt und wir freuen uns einander kennen zulernen.

Freitagabend: Die beiden Männer haben Lust auf Fleisch und Bier. Spontan packen wir unsere kleine Feuerschale aus, platzieren sie vor den Mowag und legen Schweinebäuche auf den Grillrost. Eigentlich stand grillen erst morgen auf dem Plan?! Egal. Ich ziehe mich ein wenig zurück um Tagebuch zu schreiben. Nach und nach trudelt aber ein Auto nach dem anderen ein… das Treffen beginnt doch offiziell erst morgen?! Auch egal! Eine lustige Runde um unsere Feuerschale entsteht und die große Feuerstelle guckt etwas neidisch zu uns rüber. Na gut. Dann stehen wir eben doch wieder direkt an der Feuerstelle, an der alle zusammenkommen. Ich hab ja mitgedacht und Ohrstöpsel dabei. Es wird noch mehr Fleisch auf den Rost gelegt, es werden noch mehr Bierflaschen geköpft… ich glaube, das Wochenende wird Spaß machen 🙂

Samstagmorgen: Die Nacht war gut. Ganz achtsam krieche ich aus dem Bett. Ich nehme mir Zeit für eine kleine Meditation. Der Platz erwacht langsam. Ein paar Leute kommen zusammen und kochen gemeinsam Kaffee und Tee. Man teilt und hilft zusammen. Das mag ich sehr. Etwas später machen wir den Mowag abfahrbereit. Tisch und Campingstühle bleiben sicherheitshalber lieber hier damit sie beim Offroaden nicht quer durchs Auto fliegen. Gegen 10:30 wird die Veranstaltung offiziell eröffnet. Der Betreiber des Parks verliert ein paar Worte und auch die beiden Organisatoren des Treffens halten eine kurze Ansprache. Danach wird ausgeparkt und es geht zum Spaß haben und Blödeln in den Park.

Samstagmittag: Mega spannend was die einzelnen Autos so schaffen! Oder auch nicht! 😉 Es wird fröhlich gequatscht und Fotos gemacht. Mal wird gejubelt, mal wird gebangt bis…. zu hohe Geschwindigkeit, zu steil. Der Mowag macht ein lautes, krachendes Geräusch. „Das klang sch****, oder?“, höre ich mich zu den anderen sagen. Mein Mann und ich fahren zurück ins Fahrerlager. Die Steckachse ist gebrochen. So ein Mist.

Samstagnachmittag: Die Feldinstandsetzung läuft. Der Betreiber des Parks hat zufällig eine Flex im Auto, die Jimny-Jungs, eine weitere Gruppe, die an diesem Wochenende zusammenkommt, haben ein Stromaggregat dabei. So viel Glück muss man erstmal haben! Von hier kommt ein stärkerer Wagenheber, von dort kommen zusätzliche Hände, die anpacken. Die Steckachse wird gezogen, abgeflext, die „Deckel“ kommen wieder drauf. Offroaden ist nun nicht mehr- nach Hause werden wir so schon noch kommen. Erzählte mein Mann vorhin nicht erst noch, dass man beim Mowag immer einen Satz Steckachsen dabei haben sollte?! Haha. Egal… Problem erstmal gelöst. Nun schauen wir uns das ein oder andere Fahrzeug von innen an und fachsimpeln fröhlich. Hin und wieder fallen ein paar Regentropfen- aber wir sind ja nicht aus Zucker!

Samstagabend: Es regnet sich ein. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Es wird gegrillt und wie schon am Morgen teilt jeder mit jedem. Die große Feuerschale wird Richtung Überdachung gezogen damit wir trocken aber warm sitzen können. Ein schönes Zusammensein mit guten Gesprächen. Ich habe leider nur eine einzelne und dazu sehr kleine Thermoskanne für meinen Tee mitgenommen, die bekomme ich aber ständig von ganz lieben Leute gefüllt. Der Vorteil einer fest installierten Küche im Reisemobil 😉

Sonntagmorgen: Nachdem ich im Mowag bei Kerzenschein meditiert habe, beginne ich mit den Aufräumarbeiten. Das Aufstelldach wird eingeklappt, Stühle und Tisch verstaut und festgezurrt. Ich spüle ab, was von den letzten Tagen übrig geblieben ist. Danach gönne ich mir in Ruhe meinen Tee. Nach ein paar letzten Gesprächen und herzlichen Verabschiedungen folgt der Versuch (!) loszufahren. Im Tank ist zu wenig Benzin und der Mowag will nicht anspringen. Nach Hilfe muss ich, wie an diesem Wochenende so üblich, nicht lange suchen. Mit einem Kanister werde ich zur nächsten Tankstelle gefahren und wieder zurückgebracht. Mowag getankt, nun können wir los. Nochmal fröhliches Winken und wir verlassen das Fahrerlager.

Sonntagmittag: Die Räubertochter wird abgeholt und die Wiedersehensfreude ist groß. Zügig geht es weiter nach Hause. Wegfahren ist schön. Heimkommen aber auch 🙂

 

Danke für coole Fotos. Danke für die vielen helfenden Hände, für Wagenheber, Flex und Strom. Danke für tolle Gespräche. Danke fürs Tee kochen.

Bis zum nächsten Mal, Ihr Verrückten!

Ein Gedanke zu “Saisonstart im Offroadpark

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