Yogis machen manchmal „eklige Sachen“

yogismachenekligesachenHello. Heute mal ein Thema, das sicher nicht jedem schmeckt. Gehörst Du zu den Menschen mit eher empfindlichem Magen solltest Du diesen Beitrag vielleicht eher auslassen. Es geht ums Reinigen der Nase.

In meinem Koffer-packen-Beitrag erwähnte ich schon mal, dass ich meine Nase gerne durchspüle. Das mache ich schon ziemlich lange. Ich las erstmals im Internet davon, noch bevor ich anfing mich intensiv mit Yoga zu beschäftigen, und wollte es mal ausprobieren. Was anfangs sehr ungewohnt und komisch war, hab ich schnell lieben gelernt und praktizierte es seitdem jeden Abend.

Ist mir sehr warm bevorzuge ich eher kühles Wasser, in das ich etwas Meersalz gebe. Bin ich „normal temperiert“ mag ich lauwarmes Wasser. Je nachdem wie sich meine Nase anfühlt lasse ich einen halben oder auch einen ganzen Becher durch jedes Nasenloch laufen.

Im Zuge meiner Yogalehrer-Ausbildung kam dann aber noch eine weitere Form der Nasenreinigung hinzu.

Als sie mir eines Abends in der Yogaschule vorgemacht wurde, dachte ich: „Nein, also das mach ich auf gar keinen Fall!“

Mein Lehrer schob sich einen dünnen Katheter in das Nasenloch, griff in seinen Rachen und nach einigen Malen Hin- und Herbewegen dieses Schlauches zog er ihn durch seinen Mund wieder heraus. Ich war völlig schockiert.

Gleichzeitig aber auch beeindruckt denn diese ganze Prozedur sah für mich so „friedlich“ aus. Kein Würgen, kein Gesabber oder dergleichen. Als hätte er sich gerade einfach nur die Schuhe zugebunden.

Die Selbstreinigung soll das stimulieren. Und die Reflexzonen in den Nasendurchgängen aktivieren. Außerdem prima bei Erkältung und vorbeugend bei Heuschnupfen. Aha.

Ich sag es ganz offen: Die Wirkungen waren mir erstmal völlig egal.

Umherfliegende Pollen können mir nix anhaben und eine Erkältung erwischt mich auch so gut wie nie. Trotzdem wollte ich es ausprobieren weil es mich, im Nachhinein, doch schwer beeindruckt hat.

Die ersten Male waren ein absoluter Graus. Nur wenige Zentimeter drin, musste ich niesen und hörte nicht mehr auf. Nach ein paar mehr Zentimetern steckte ich fest und kam nicht mehr vorwärts. Mit etwas mehr Druck staute sich der Schlauch in meiner Nase oder bildete im Rachen eine Schlaufe. Als ich ihn in der Kehle endlich mal zu Fassen bekam setzte, verlässlich ist er ja, mein Würgereiz ein. Es war furchtbar.

Auch den anderen Schülern fiel es nicht leicht. In der WhatsApp-Gruppe (in der ich nicht bin, die wichtigen Infos erreichen mich aber dennoch über einen kleinen Umweg) wurde wild darüber spekuliert.

Nach den ersten Erfolgen sollen aber die Atemübungen, Pranayama, gigantisch sein! Also nur nicht aufgeben!

Und tatsächlich. Mit viel Geduld und Liebe klappte es nach ein paar Tagen zum ersten Mal. Und tatsächlich war ich hinterher so „frei“, dass ich mich fragte ob ich vorher vielleicht permanent Schnupfen hatte. Das war es definitiv wert!

Inzwischen reinige ich jeden Tag. Mal klappt es problemlos, mal hab ich Schwierigkeiten, mal klappt es überhaupt nicht. Letzteres nehme ich aber ohne Stress und Druck liebevoll an.

Ja, manchmal muss man eben die Komfortzone verlassen und zu seinem Glück gezwungen werden 😉

Namasté

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