„Bemme fressen und Limo saufen“ – Camping im Vogtland

bemmefressenundlimosaufen.JPGIch mag ja den Osten. Seit ich die kleine Marie kenne noch viel mehr. Die haben wir bei unserer zweiten Tour, Ende Mai, im Vogtland kennengelernt. Hier der Logbucheintrag:

Mittwochvormittag: Räubertochter ist im Kindergarten und ich beginne den Mowag zu packen. Ganz entspannt und achtsam. Ich freue mich, dass ich alles prima unterkriege. Morgen ist Feiertag, mein Mann nimmt zusätzlich den Freitag frei. Mit meinen Schwiegereltern sind wir auf einem Campingplatz im Vogtland verabredet.

Mittwochnachmittag: Wir starten. Der Mowag läuft super und die Fahrt ist mega entspannt. Ich nehme mir Zeit für ein paar yogische Augenübungen und eine kurze Meditation. Etwas klüger als bei der letzten Tour hab ich mir vorab zwei Thermoskannen Tee gekocht. Man lernt 😉

Bei unserer Ankunft „laufen“ wir dem Koch der Gaststätte, die zum Campingplatz gehört, in die Arme und er ist begeistert von unserem Mowag. Später finden wir heraus, dass auch er ein paar „alte Kübel“ besitzt. Meine Schwiegereltern sind schon da und empfangen uns freudig.

Der Nachmittag ist sehr entspannt. Wir essen lecker, Opa und Enkeltochter machen einen Spaziergang zur nicht weit entfernten Talsperre. Ich erfreue mich am Mowag Umbau, durch den nun alles seinen festen Platz hat und leichter zu erreichen ist.

Mittwochabend:  Ich nehme mir Zeit zum Tagebuch schreiben, zünde eine Kerze an und höre Mantras über mein Handy. Unsere Tochter beschließt bei Oma und Opa im Wohnwagen zu schlafen. Mein Mann und ich freuen uns über mehr Platz.

Donnerstagmorgen: Mein Mann und ich werden ganz entspannt wach, bleiben noch ein bisschen liegen, kuscheln und genießen die Zweisamkeit. Etwas später tapse ich zum Sanitärgebäude und nehme mir viel Zeit zum Waschen, anziehen und meine Netis (yogische Reinigungsmethoden). Anschließend übe ich ein paar Asanas in der Sonne und meditiere.

Donnerstagmittag: Mein Mann, Tochter und ich machen einen ausgiebigen Spaziergang um die Talsperre. Zurück auf dem Campingplatz gönne ich mir eine Entspannung auf der Picknickdecke während sich unsere Kleine mit einem anderen Mädchen anfreundet. Sie heißt Marie und die beiden haben etwa das selbe Alter. Sie sächselt was das Zeug hält und bringt uns einige Male zum Schmunzeln.

Donnerstagabend: Wir bauen unsere Feuerschale auf und machen ein schönes Lagerfeuer. Ich lese fleißig in meinen Yogabücher und nehme mir auch wieder Zeit für Tagebuch und Mantras hören.

Freitagmorgen: Räubertochter entschied sich wieder „auswärts“ zu schlafen und mein Mann und ich genießen die Stille nach dem Aufwachen. Während mein Mann noch etwas im Dachzelt liegen bleibt, klettere ich nach unten und richte mich für eine ausgiebige Meditation ein. Bei der letzten Tour gelang mir das nicht besonders gut. Diesmal nehme ich mir die Zeit. Danach gibt’s ein leckeres Frühstück.

Der Vormittag verläuft ganz entspannt. Ich lese viel, räume im Mowag etwas um und widme mich mittags wieder einer kleinen Entspannungsübung.

Freitagmittag: Mittags brechen wir auf zur Sommerrodelbahn und der Waldarbeiterschule, die mein Mann einst besuchte. Auf dem Rückweg gehen wir einkaufen und gönnen uns eine Packung Eis. Am Nachmittag trinke ich Tee, entspanne und rolle für etwa eine Stunde meine Yogamatte zum Asanas üben aus.

Freitagabend: Wir grillen gemeinsam mit meinen Schwiegereltern. Die beiden Mädels sind die meiste Zeit auf dem Spielplatz. Später am Abend hole ich Maries Zahnbürste bei der Mama ab (die freut sich) und ich gehe mit den zwei Süßen Zähne putzen, was zu dritt natürlich viel mehr Spaß macht als alleine. Unsere Tochter geht ins Bett (wieder auswärts) während wir „Großen“ uns ans Feuer setzen.

Bevor ich schlafen gehe, widme ich mich noch ein paar Umkehrhaltungen und Hüftöffnern im Mowag. Ein Bekannte und ein bestimmtes Thema beschäftigen mich. Ich schreibe darüber noch ein paar Zeilen ins Tagebuch bevor ich mich ins Zelt lege.

Samstagmorgen: Direkt nach dem Aufstehen gönne ich mir eine kleine Meditation. Danach frühstücken wir.

Samstagmittag: Die Mädels sind auf dem Spielplatz oder drehen mit den Fahrrädern ihre Runden auf dem Campingplatz. Mein Mann und ich sind ganz entspannt. Wir lesen viel und tun sonst einfach mal „nichts“. 

Marie stapft an uns vorbei. Sie muss erstmal Spielpause machen und geht „heim“ denn sie hat Hunger. Mein Mann schnappt den Knallerspruch auf: „Den ganzen Tag Bemmen fressen und Limo saufen und es kommt nüscht bei rum!“

Wir brechen nochmal auf, fahren einkaufen und sitzen noch ein bisschen am Wasser. Die Kleine plantscht und beobachtet die vielen Kaulquappen, die sich tummeln.

Samstagabend: Am Abend springen Räubertochter und ich gemeinsam unter die Dusche. Während sie sich ins Bett kuschelt, widme ich mich meiner Pranayama- und Meditationspraxis. Nachdem ich Tagebuch geschrieben habe, lege auch ich mich schlafen.

Sonntagmorgen: Netis, Pranayama, Meditation. Danach ausgedehntes Frühstück mit allen. Mein Mann und ich beginnen zu packen und bilden ein gutes Team. Das Wetter ist toll. Die Heimfahrt läuft problemlos. Lediglich über die Handys, die uns als Navis dienen, ärgert sich mein Mann. Denn sie rutschen auf der Motorabdeckung ständig hin und her oder fallen in den Fußraum.

Sonntagmittag: Es ist schön heimzukommen. Nachbar und Hündin freuen sich, dass wir wieder da sind. Noch bevor ich anfange den Mowag auszuleeren, mache ich mich ans Handwerken. Eine Handyhalterung muss her. Stilecht zum Mowag natürlich. Gekauft wird da nix. In knapp einer Stunde habe ich sie gebaut. Zusätzlich noch ein Zwischenboden in den Hocker, in dem unsere Standheizung untergebracht ist. Hier finden zukünftig Bücher und Zeitungen Platz. Hier und da noch etwas nachgeklebt und verfugt… bevor ich den Mowag endlich ausräume. Ach ich mag das. Von Tour zu Tour merken, was noch praktisch sein oder verbessert werden könnte.

Sonntagabend: Wir sehen uns gemeinsam einen schönen Kinderfilm an. Danach geht die Lütte ins Bett und schläft sofort ein. Sie ist fix und fertig. Mein Mann und ich glotzen noch etwas. Obwohl es schon sehr spät ist, schreibe ich noch mein Tagebuch bevor es ins Bett geht.

 

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