„Beim Carsten war das auch so!“- ein Beziehungsdrama am Stausee

beimcarstenwardasauchsobeziehungsdramahautnah.JPGUnsere dritte Mowag Tour 2019 verschlug uns mal wieder an unseren Lieblingsplatz. Einem Stausee in Thüringen. Wir nutzten die Pfingstfeiertage und blieben drei Tage und zwei Nächte.

Samstagmorgen: Es geht hektisch zu. Der Mowag soll zügig gepackt werden damit wir schnellstmöglich los können. Meine morgendliche Achtsamkeitspraxis bleibt dabei komplett auf der Strecke. Das Alleine-packen beim letzten Mal gefiel mir doch deutlich besser.

Samstagmittag: Wir kommen am Stausee an und ich habe erst mal Hunger. Die anderen beiden können es kaum erwarten ins Wasser zu kommen. Ich merke wie gestresst (und unflexibel!) ich immer noch wegen meiner fehlenden Praxis bin.

Samstagnachmittag: Wir gehen gemeinsam das geliehene Stand-Up-Paddle ausprobieren. Das klappt gut und macht Spaß. Aber warum zum Teufel geht denn ein Handpaddel unter? Das darf doch nicht sinken! Irgendwie ist gerade der Wurm drin.

Samstagabend: Mein Mann und ich sitzen am Lagerfeuer und unterhalten uns gut. Unsere Tochter ist zügig eingeschlafen und sieht so süß und friedvoll aus wie sie im Dachzelt liegt.

Samstagnacht: Wir wachen alle drei auf. Es ist vier Uhr morgens. Nicht weit von uns entfernt laute Musik und Stimmengewirr. Wir liegen eine ganze Weile wach und können jedem einzelnen Wort lauschen, das gesagt wird. So erfahren wir also, dass er sich von ihr zu wenig beachtet fühlt seit Laura da ist. Und bei Carsten war das auch schon immer so, dass er die zweite Geige gespielt hat, sobald Carsten dabei war. Unsere Tochter findet es spannend, mein Mann und ich würden lieber schlafen.

Sonntagmorgen: Ausgeschlafen sind wir eher nicht. Die Nacht hat uns alle etwas geschlaucht. Während Mann und Tochter noch etwas im Zelt liegen bleiben, widme ich mich meinem morgendlichen Ritual mit Meditation und Mantras. Ich bin dankbar für unsere Standheizungurch die unruhige Nacht fühle ich mich etwas verfroren. Etwas später will die Räuberin unbedingt ihn, sie und Laura kennen lernen. Ach nee. Heute jetzt eher nicht?!

Sonntagnachmittag: Im Sonnenschein liege ich in der Hängematte. Ich bin eingeschlafen. Als ich wieder fit bin lese in einem meiner Yoga Bücher, was mich so motiviert, dass ich danach gleich meine Matte ausrolle. Mit Luftmatratze und Paddle verbringen wir noch etwas Zeit im Wasser bevor sich mein Mann in die Hängematte einkuschelt und ebenfalls einschläft 😉

Die Räubertochter und ich gehen ein Stück spazieren und lassen uns an einer schönen Stelle am Wasser nieder. Sie planscht mit den Füßen und beobachtet Kaulquappen. Ich komme mit einem Paar, das ebenfalls hier sitzt, ein wenig ins Gespräch. Sie vermissen sein Handy. Ich helfe beim Suchen aber wir werden leider nicht fündig. Kurz nachdem sie aufgebrochen sind, finden die Kleine und ich es auf einem kleinen Trampelpfad liegend. Glücklicherweise ist es nicht gesperrt und ich kann die zuletzt gewählte Nummer anrufen, die ihre ist. Sie kommen nochmal zurück und wir alle freuen uns. Unsere Tochter bekommt ein „Eis-Geld“ zugesteckt, was ich gar nicht nötig gefunden hätte.

Als wir zurück „im Lager“ sind ist mein Mann aufgewacht und hat uns schon vermisst. Die beiden gehen wieder ins Wasser, während ich koche.

Sonntagabend: Die Räubertochter schläft. Mein Mann und ich sitzen eine Etage tiefer statt draußen. Es regnet. Jeder macht etwas für sich und trotzdem sind wir zusammen. Ein schönes Gefühl. Der Regen prasselt auf den Mowag und ich lausche.

Montagmorgen: Auch die zweite Nacht war wenig erholsam für mich. Ich habe eigenartig geträumt und unsere Tochter hat sich breit gemacht. Dafür kann ich meine Yogapraxis sehr genießen. Wir packen entspannt. Die Kleine hilft mir beim Abspülen des übrigen Geschirrs. Auf dem Heimweg halten wir an einer Badestelle und springen nochmal ins Wasser. An der Tankstelle sucht sich jeder ein Eis aus.

Montagnachmittag: Wir sind wieder zuhause angekommen. Mein „Badezimmer“, das Regal aus Marmeladengläsern, hat den Praxistest nicht bestanden und ich reiße es wieder komplett raus. Stattdessen landen die diversen Utensilien in einem Werkzeugkasten, der viele kleine Fächer bietet. Auch ein Zwischenboden kommt noch rein und ich bin gespannt ob ich bei der nächsten Fahrt mit dieser Lösung zufrieden sein werde 😉

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