Mein selbstbestimmter Geburtstag

meinselbstbestimmtergeburtstagMein heutiger Blogbeitrag ist vielleicht etwas knapp. Und vielleicht auch ein bisschen unspektakulär. Für mich aber etwas ganz Besonderes. Vor vier Wochen feierte ich meinen 30ten Geburtstag.

In den vergangenen Jahren, also speziell an meinem Wiegenfest, dachte ich meist Wow wie toll. Wieder ein Jahr länger hier. Wer hätte das gedacht, dass ich so weit komme?! Ganz ohne Sarkasmus oder Ironie. Ich bin jedes Jahr ein kleines bisschen dankbar immer noch hier auf Erden zu sein. Denn als meine Depressionen sehr, sehr dominant waren, verspürte ich hin und wieder den Wunsch diese Erde zu verlassen. Harte Kost vielleicht… aber so war’s nun mal.

Dieser Geburtstag, der 30te, war nun was richtig Besonderes für mich. Etwa ein Drittel meines Lebens liegt jetzt hinter mir.

Und irgendwie fühlt es sich an, als würde eine neue Epoche beginnen. In den letzten Monaten hat sich sehr viel verändert in meinem Leben, Denken und Handeln. Die 3 vorne dran unterstreicht das Ganze. Für mich persönlich. Ich feierte meinen Tag also tatsächlich. Auf meine ganz eigene Art.

Am Morgen wurde mir von Mann und Tochter gratuliert. Mein Mann machte sich anschließend auf den Weg zu Arbeit und die Tochter brachte ich in den Kindergarten. Als ich wieder zuhause angekommen war, machte ich es mir in meinem Zimmer gemütlich. Ganz alleine.

Ich kochte mir Tee, nahm auf meinem Meditationskissen Platz und drapierte ein paar Geschenke, die ich wenige Tage zuvor erhalten habe, und meinen Laptop vor mir auf den Boden.

Dann guckte ich Satsang. Über zwei Stunden lang.

Da ich nicht weiß ob Du mit diesem Begriff etwas anfangen kannst, möchte ich ihn Dir kurz etwas erklären. Ein Satsang ist in meinen Augen am ehesten mit einem Gottesdienst zu vergleichen. Auf Yoga-Art. Es wird meditiert, gesungen, über spirituelle Themen gesprochen und gebetet. Zum Ende hin folgt eine Lichtzeremonie mit einer rituellen Opferspeise. Für Außenstehende vielleicht etwas befremdlich aber eine wundervolle Sache, wenn man sich darauf einlassen kann.

Zurück zu meinem Geburtstag: Ich meditierte also via YouTube Video, sang lautstark Mantras, rasselte, trommelte, feierte und lauschte den Erzählungen.

Danach widmete ich mich meinen wenigen Geschenken, die gar nicht schöner und sinnvoller hätten sein können.

Noch ein bisschen Tee trinken und ausklingen lassen, dann machte ich mich wieder auf den Weg zum Kindergarten um die Räuberin abzuholen.

„Eigentlich“ ganz unspektakulär. Aber für mich einer der schönsten Geburtstage der letzten Jahre.

Nun bin ich gespannt was die „nächsten Epoche“ für mich bereit hält.

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